Sie können Ihr Kind (Kinderkrippe 1-3 Jahren und Kindergarten ab 3 Jahren) jederzeit anmelden! Bitte benutzen Sie dafür das Anmeldeformular. Dies können Sie per Mail, postalisch oder gerne persönlich bei uns abgeben! Gerne können Sie ein Kennenlerntermin bei der Leitung vereinbaren. So lernen Sie den Kindergarten kennen und können Fragen stellen!
Eingewöhnungsleitfaden für den Kindergarten des Kindergartens St.Nikolaus Schluchsee
1. Der erste Kontakt: Das Eingewöhnungsgespräch
Das Eingewöhnungsgespräch ist der erste ausführliche Kontakt zwischen Eltern und Bezugserzieherin. Hierfür wird ein Termin vereinbart. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen dabei das Kind mit seinen Bedürfnissen und die Eingewöhnung des Kindes im Kindergarten.
2. Die Grundphase
Eine dauerhafte Bezugsperson (Mutter, Vatter, Großeltern) kommt einige Tage lang mit dem Kind in die Einrichtung, bleibt dabei und geht dann mit dem Kind wieder nach Hause. Die Dauer dieser Tage wird mit der Erzieherin abgesprochen und individuell angepasst.
- Dabei verhält sich die Bezugsperson passiv, dennoch als „sicheren Hafen“ für ihr Kind, schenkt dem Kind die volle Aufmerksamkeit (nicht zum Spielen animieren, keine anderen Aktivitäten durchführen wie z.B. lesen, stricken oder mit andere Kindern spielen)
- Die Erzieherin nimmt vorsichtig Kontakt auf und macht sich immer wieder mit dem Kind durch kleine Spielangebote vertraut. Sie beobachtet die Situation und lässt das Kind agieren.
In den ersten Tagen finden keine Trennungsversuche statt!
3. Der erste Trennungsversuch
Voraussetzung: Das Verhalten des Kindes weist darauf hin, dass es genügend Sicherheit hat!
Der Elternteil kommt am vereinbarten Tag mit dem Kind wie gewohnt in die Einrichtung, verabschiedet sich nach kurzer Zeit kurz, klar und eindeutig und verlässt den Raum – auch wenn das Kind weint!
Variante 1:
Kind bleibt gelassen oder weint, lässt sich aber rasch von der Erzieherin trösten und beruhigen und findet nach kurzer Zeit in sein Spiel zurück.
Die Dauer der Abwesenheit nach Absprache
Variante 2:
Kind protestiert, weint und lässt sich von der Bezugserzieherin auch nach einigen Minuten nicht trösten bzw. fängt ohne ersichtlichen Anlass wieder an zu weinen.
Bezugsperson wird zurückgeholt!
Wichtig: Nach Rückkehr ist das Spiel beendet, verabschieden und die Anwesenheit an diesem Tag beenden!
4. Die Stabilisierungsphase
Kürzere Eingewöhnungszeit:
Langsam, konsequente Ausdehnung der Trennungszeit. Bezugsperson bleibt vorerst in der Einrichtung.
Wichtig: kontinuierliche Absprachen zwischen Elternteil und der Erzieherin zur Gestaltung der Trennungssituation.
Längere Eingewöhnungszeit:
Erneut bleibt die Bezugsperson bei dem Kind in der Gruppe, um dem Kind wieder Sicherheit zu geben. Anschließend erneuter Trennungsversuch. Je nach Reaktion des Kindes Ausdehnung der Trennungszeit. (siehe links)
oder weiterhin Stabilisierungsphase mit Trennungsversuchen
5. Die Schlussphase
Die Bezugserzieherin wird nun als „sichere Basis“ vom Kind akzeptiert, d.h. es lässt sich auch nachhaltig von ihr trösten. Das Kind ist nun bereits für mehrere Stunden täglich in der Kindertageseinrichtung. Es hat den Alltag kennen gelernt und ist dabei, sich in die Gruppe einzufügen. Für das Kind kommen nun täglich neue kleine Regeln und Abläufe dazu, die es noch nicht kennt.
Wichtig: Die Bezugsperson hält sich nicht mehr in der Einrichtung auf, sobald das Kind 1 Stunde weitestgehend in guter Stimmung im Kindergarten bleibt, ist aber jederzeit erreichbar und muss innerhalb kürzester Zeit kommen können.
6. Abschluss der Eingewöhnung
Die Eingewöhnung gilt als abgeschlossen, wenn sich das Kind zum einen von der Bezugserzieherin trösten lässt, aber auch grundsätzlich bereitwillig und gern in die Einrichtung kommt. Dies lässt sich gut daran erkennen, dass es Spaß und Freude im Alltag hat, sich aktiv an Gruppenprozessen beteiligt, die typischen Regeln des Hauses kennt, aber diese auch immer wieder mal in Frage stellt.
Zum Abschluss der Eingewöhnung, die je nach Kind unterschiedlich verläuft, findet ein gemeinsames Gespräch zwischen den Eltern und der Bezugserzieherin statt. Hier werden noch anstehende Fragen geklärt und Impulse zur Weiterentwicklung des Kindes besprochen.
7. Wichtige Aspekte der Eingewöhnungszeit
Mittagessen
In der Stabilisierungsphase kann das Kind das erste Mal, im Beisein der Bezugsperson, in der Tageseinrichtung zu Mittag essen.
Ein Stück von zu Hause
Ein Kuscheltier, eine Puppe, ein Kissen, ein Schnuffeltuch, Fotos oder ähnliches, sind hilfreiche Begleiter für den täglichen Start in der Einrichtung.
Abschiedsritual
Das morgendliche Bringen des Kindes sollte immer gleich ablaufen. Ein Abschiedsritual wie das Winken am Fenster, ist das verlässliche Zeichen für das Kind „nun bleibe ich in der Einrichtung und meine Bezugsperson holt mich später wieder“.
Durch die intensive Zusammenarbeit zwischen den Eltern und den Erzieher/innen kann sich eine lebendige Erziehungspartnerschaft entwickeln. Sie trägt dazu bei, dass ihr Kind eine Atmosphäre erlebt, in der es sich sicher, wohl und geborgen fühlt. Dies wiederum ist der Grundstein für eine positive Kindergartenzeit.